Ars Electronica Center Linz

Fassade als multimediale Darstellungsfläche.

Rechtzeitig zum Beginn des Jahres 2009 wurde das Ars Electronica Center (AEC) in Linz nach 9-monatiger Montagearbeit termingerecht fertiggestellt. Nun präsentiert sich die Kulturhauptstadt 2009 mit einer der größten Lichtfassaden Europas für das AEC Linz. Das Museum der Zukunft integriert sich architektonisch perfekt ins Stadtbild und die Außenhülle als multimediale Gestaltungsfläche betont gleichzeitig die Einzigartigkeit. Leitgedanke war die Ausbildung eines skulpturalen Gebäudes, dessen Struktur begehbar und somit erlebbar ist. Glanzpunkt des Ars Electronica Center in Linz (www.aec.at, Architekt: Treusch Architecture ZT GmbH) ist die mit 40.000 LED beleuchtete ca. 5.200 m² große Mediafassade mit 1.100 Glaselementen in geneigter Verglasung. Die teils transparenten und teils transluzent ausgeführten Glasflächen werden vom Fassadenzwischenraum aus hinterleuchtet, wobei die LED-Leuchten für den Betrachter unsichtbar in die Fassade integriert wurden. Das Licht der Scheiben ist in seiner Helligkeit und Farbmischung einzeln steuerbar. Dadurch zeigt sich das Gesicht des AEC immer wieder neu. Selbst fließende Bewegungen und Farbverläufe werden optimal umgesetzt.

Ausgezeichnete multimediale Fassadenkunst.

Als am 18.3.2009 im Emirates Stadium in London die 50. Preisverleihung des international renommierten Civic Trust Award stattfand, wurde das Ars Electronica Center mit dem Special Award ausgezeichnet. Das Gesamtpaket der GIG FASSADEN GmbH umfasste Design, Ausführung und Montage der eigentlichen Fassadenkonstruktion, aber auch den Stahlbau, die Beleuchtung der Außenhülle, die Elektroinstallation für die Fassade und andere professionsfremde Gewerke. Herausforderungen waren die Schrägstellungen der Außenfassade mit vielen Verschneidungen und die nach außen wie innen hängenden Teile. Durch die Neigung der Glashülle ergab sich eine äußerst komplexe Geometrie. Durch die Fassadenneigung an den Gebäudekanten treffen völlig unterschiedliche Geometrien aufeinander, die jedoch auf elegante Weise miteinander verbunden wurden. So liegen zB die horizontalen Stahlformrohre an der einen Fassade parallel zur Lotrechten, an der angrenzenden Fassade jedoch in der Längsachse verdreht an die Neigung angepasst. Durch ein einziges Element konnten sie perfekt miteinander verbunden werden: Ein langes und breites Stahlschwert, das im Grundriss in ca. 45°-Winkel zu beiden angrenzenden Fassaden steht und nach außen sichtbar die Gebäudekante definiert, konnte jeden Querschnitt der Horizontalträger ohne Rücksicht auf die jeweils benachbarte Fassadengeometrie aufnehmen. Sowohl die Kantenschwerter als auch die Steher der Fassade balancieren auf Kugelgelenken, die jede Neigung ermöglichen. Die Lüftung des Fassadenzwischenraumes erfolgt durch 1,3 m x 3 m große Flügel, die horizontal gelagert sind. GIG FASSADEN hat hierfür eine eigene Betätigungsmechanik entwickelt, die den hohen Lastanforderungen bei gleichzeitig filigraner Ausführung gerecht wird und in die Haustechniksteuerung integriert wurde.

Location:
Linz, AT
Solution:
Media
Customer:
Immobilien Linz GmbH & Co KEG
Architect:
Treusch Architecture ZT GmbH
Award:
20+10+X World Architecture Community Award 2010, vis-a-vis 2009, Civic Trust Award 2009
Realisation:
GIG FASSADEN